Matthias Loibner
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hintergründiger Drehleiervirtuose,
erhielt für sein expressives Spiel oft den Beinamen "Jimi Hendrix der Drehleier". Doch zeichnet er auch verantwortlich für die Ersteinspielung von Joseph Haydns Werken für Orgelleier (lira organizzata), spürte der Xylophonmusik in Süd- und Ostafrika nach oder der Einsamkeit des Leiermanns in Schuberts Winterreise. In seiner sehr persönlichen Musik fließen unterschiedliche Stimmungen und Stile oft gleichzeitig ineinander.
Der Drehleier zuliebe brach Matthias Loibner 1991 sein Kompositions- und Dirigierstudium ab, gewann 1994 den ersten Preis beim "Concours des vielles et cornemuses" in St. Chartier (Frankreich). Zusammen mit Riccardo Delfino verfasste er das deutschsprachige Standard-Lehrbuch für Drehleier und unterrichtete in vielen Ländern Europas (u.a. an der Schola Cantorum in Basel), Japan und Australien. Ein privater Mitschnitt eines kleinen Solokonzertes lockt über 200.000 Zuseher auf youtube an. In Wien hat er gemeinsam mit dem Ö1 Radiokulturhaus ein Drehleierfestival ins Leben gerufen.
2008 verwirklicht er die einzigartige multimediale Klanginstallation "The TIMEPROJECT", in der vier europäische Bands (Snö, Mitsoura, Palyrria, Familha Artús) aus vier Himmelsrichtungen zusammentreffen, um Zeit und Raum zu überwinden.
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